Nach lehrreichem ersten Spieltag überwiegt der Stolz

Auch wenn das Debüt von Trainerin Bettina Hirschmann erfolgreicher hätte verlaufen können, so können die Damen 1 mit der Ausbeute durch aus zufrieden sein: Ein hart erkämpfter Sieg gegen die Nachbarn vom TSV Ochenbruck sowie eine Niederlage gegen den starken SV Schwaig, gegen die eine weniger ersatzgeschwächte Mannschaft durchaus eine Siegchance gehabt hätte.

Gegen den TSV Ochenbruck II starteten die Feuchter Mädels gut in den ersten Satz und setzten die Gegnerinnen mit starken Aufschlägen unter Druck. Die Feuchterinnen führten bereits 19:14, ehe sich der TSV Ochenbruck nach einer Auszeit besann und zum 19:19 aufholte. Es folgte ein hart umkämpftes Satzende mit dem besseren Ende für die Feuchter Mädels (25:23).

Im zweiten Satz ließen die Feuchterinnen nichts anbrennen. Der Satz war geprägt von starken Feuchter Aufschlägen, was drei eindrucksvolle Aufschlagsserien von Nicole Schlagenhaft, Emma Rieger und Bella Mohr bewiesen. Ochenbruck konnte den nichts entgegen bringen, sodass der Satz sehr deutlich (25:9) an den TSV Feucht ging.

Nach dem starken 2. Satz schienen die Feuchter Mädels jedoch das Erfolgsrezept Aufschlagdruck im 3. Satz vollständig außer Acht zu lassen. Viele Aufschlagfehler, Unachtsamkeit in der Feldabwehr und im Gegenzug starke Aufschläge der Gegner, waren der Grund, dass die Ochenbruckerinnen über 6:11 und 11:19 unaufhörlich dem Satzgewinn entgegen strebten. Trotz der scheinbar aussichtslosen Situation gaben sich die Feuchter Mädels einen Ruck und kämpften sich noch einmal zurück. Erneut waren es die guten Aufschläge von Emma Rieger und Bella Mohr sowie der tolle Kampfgeist der Mannschaft, welche die Mannschaft auf ein 23:23 herankommen ließ. Das bessere Ende hatten jedoch die Ochenbruckerinnen für sich, die den dritten Satz trotz verletzungsbedingter Auswechslung 23:15 ihrer Zuspielerin für sich entschieden.

Der vierte Satz begann ausgeglichen, sodass sich zunächst keine Mannschaft so recht absetzen konnte. Erst Mitte des Satzes gingen die Feuchterinnen erstmals 14:9 in Führung. Dann jedoch verletzte sich Mannschaftskapitänin Bella Mohr am Knöchel und musste ausgewechselt werden. Die Feuchter Mädels ließen sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und bauten ihre Führung zunächst auf 21:13 aus. Dann jedoch machte sich Nervosität angesichts des möglichen ersten Sieges unter der Mannschaft breit, welche sich bis zum Ende des Satzes nicht mehr legen sollte. Eine gute Aufschlagserie der Ochenbruckerinnen bewirkte, dass viele Dinge im Feuchter Spiel auf einmal nicht mehr funktionierten. Angriffe blieben im Netz hängen, Aufschläge verfehlten ihr Ziel.

Auch wenn die Mädels weiter kämpften und zwischendurch sogar mehrere Matchbälle hatten, glichen die Ochenbruckerinnen zunächst zum 24:24 aus und holten sich schließlich den Satz (26:28).

Nun musste das Spiel also im Tiebreak entschieden werden. Die Feuchterinnen begannen gut und setzten sich sogleich 5:2 ab. Jedoch kamen die Ochenbruckerinnen wieder heran, so dass sich ein spannender Kampf entwickelte in welchem sich keine der Mannschaften einen entscheidenden Vorteil verschaffen konnte. Erst durch eine Aufschlagserie von Leonie Schmidt konnten sich die Feuchterinnen erstmals 11:7 absetzen. Doch auch dieses Mal kamen die Ochenbruckerinnen wieder auf 11:10 heran. Im Gegensatz zum 4. Satz hatten die Feuchterinnen dieses Mal jedoch ihre Nervosität im Griff, sodass die Mädels das Spiel schließlich mit einer starken kämpferischen Leistung für sich entscheiden konnten (15:13).

Im zweiten Spiel des Tages sollte es gegen den SV Schwaig II gehen. Jedoch stand das Spiel unter weitaus schlechteren Vorzeichen als noch das erste Spiel. Kapitänin Bella Mohr konnte nach ihrer Verletzung im ersten Spiel nur bedingt eingesetzt werden und Natalie Mühlhause ging es aufgrund einer Erkältung immer schlechter, weshalb beide im zweiten Spiel geschont wurden. Die Mannschaft musste außerdem auf Zuspielerin Nicole Schlagenhaft und Außenangreiferin Leonie Schmidt verzichten, da sie den TSV Feucht am selben Abend noch bei einem Handballspiel vertreten mussten.

So kam es, dass die Feuchterinnen das zweite Spiel in einem neuen Spielsystem bestreiten mussten, noch dazu gegen einen Gegner, der im Spiel gegen den TSV Ochenbruck gezeigt hatte, dass er kaum Eigenfehler macht und mit mehr Durchschlagskraft im Angriff agiert.

Emma Rieger hatte dieses Mal im Zuspiel alleine die Zügel in der Hand und musste gleichzeitig ihre Teammitglieder auf dem Feld koordinieren, für die ein Spielsystem mit nur einem Zuspieler noch sehr ungewohnt war.

Doch Emma machte ihre Sache gut und war der Anker der Mannschaft in diesem Spiel. Sie brachte Ruhe in zum Teil chaotische Spielzüge und zeigte in der Abwehr sowie im Zuspiel eine hervorragende Leistung. Auch der Rest der Mannschaft, allen voran die Neuzugänge Behnaz Tajik, Lena Lemphul, Amely Hoefer und Danielle Leask, zeigte eine tolle Leistung, die Hoffnung auf mehr macht.

Dennoch reichte es gegen einen starken SV Schwaig II. Die Schwaigerinnen machten wir im vorangegangenen Spiel kaum Eigenfehler, sodass sich die Feuchterinnen an ihnen die Zähne ausbissen.

Auch wenn die Feuchterinnen nie einen Ballwechsel verloren gaben und sie immer wieder tolle Abwehraktionen zeigten, war der Gegner eine Nummer zu groß.

Im ersten Satz lagen die Feuchterinnen schnell mit 2:10 zurück. Anschließend fingen sich die Mädels zwar wieder, jedoch lief man diesem Rückstand bis zum Satzende hinterher (17:25). Satz zwei begann nahezu identisch, ein schneller Rückstand war am Ende nicht mehr aufzuholen (12:25).

In Satz 3 lagen die Feuchterinnen sogar bis zum 6:5 in Führung, jedoch legte anschließend Schwaig mit einer weiteren Aufschlagserie den Grundstein für den Satz- und Spielgewinn. Auch wenn sich die Feuchterinnen dem noch einmal entgegen stemmten, gewann Schwaig den Satz am Ende verdient (11:20).

Am Ende eines lehrreichen ersten Spieltags, bei dem immerhin ein gewonnenes Spiel zu Buche steht, überwiegt bei Trainerin Bettina Hirschmann dennoch der Stolz: „Wir haben schon viele tolle Spielzüge gezeigt und unsere Stärke in Aufschlag und Abwehr unter Beweis gestellt. Unser Kampfgeist und unser Zusammenhalt sind enorm wichtig für unser Spiel, das haben wir heute gesehen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass sie weder im ersten noch im zweiten Spiel aufgegeben haben, sondern immer mutig geblieben sind.“

Ob die Feuchterinnen weiterhin so überzeugend auftreten werden, zeigt sich bereits am 16.11. in Lauf. Gegner sind die Gastgeberinnen vom TV Lauf sowie die eigene zweite Mannschaft. Insbesondere das Spiel gegen Feucht II wird sicherlich eines der Highlights in dieser Saison werden, schließlich hat man ja selten ein vereinsinternes Duell auf neutralem Boden.

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