Bezirksklassenteams mit Stotterstarts

FEUCHT – Die Bezirksklassenteams des TSV Feucht starteten beide mit stotternden Motor in die neue Saison. Mit je einer Niederlage und einem Sieg blieben beide Mannschaften hinter ihren Erwartungen zurück, die Gründe dafür waren aber sehr unterschiedlich.

Die Männer von Trainer Maik Rüdiger gingen mit einem Rumpfkader in den ersten Spieltag. Rüdiger selber war nicht einsatzfähig, Dirk Weißflog hatte die freudige Aufgabe, seinen zweiten Nachwuchs freudig zu begrüßen. Damit blieben acht Spieler inklusive Libero.

Zu Beginn kam der TSV schwer ins Spiel, verkrampft und auch etwas übermotiviert gingen die Mannen zu Werke. Das Hadern mit der eigenen Leistung ließ kein vernünftiges Volleyball zu. Doch dank einer starken Mannschaftsleistung drehten die Gastgeber diesen Satz noch zu ihren Gunsten (8:19; 18:24; 31:29). Der Schund wurde mitgenommen in den zweiten Set, der mit 25:11 reine Formsache war. Der folgende Test, ob das Match hiermit zu einem Selbstläufer geworden war, ging schief (21:25). Maik Rüdiger rüttelte seine Truppe wach und der TSV Feucht spielte aus einem Guß den Gegner an die Wand (25:9).

Im zweiten Spiel wurde es deutlich schwerer, war die zweite Vertretung von TuSpo Nürnberg doch ein anderes Kaliber. Ein paar unnötige Fehler auf Seiten des TSV zuviel waren es, die den ersten Satz mit 24:26 entschieden. Eine leichte Steigerung genügte um nach Sätzen auszugleichen (25:22), doch mit Sebastian Nebe viel eine zurzeit spielentscheidende Stütze mit einer Wadenverletzung aus. Der folgende Durchgang war der Vorentscheidende, der TSV kämpfte verbissen, stand sich aber gerade am Ende selber etwas im Weg. Erneut hauchdünn verloren ging dieser Durchgang (25:27).

Ohne Wechselmöglichkeit ging es in den vierten Satz, wobei sich auch noch Florian Lipok verletzte, aber weiterspielen musste. Mit den Kräften und damit mit der Konzentration am Ende brachen die alten Charakterschwächen aus der letzten Saison leider wieder durch und sorgten für viel Unruhe auf dem Feld. Das Ergebnis war der deutlichste Satz in diesem Match (16:25), das TuSpo damit 3:1 gewann.

Nicht viel besser erging es den Bezirksklassenfrauen von Maruisz Prus. Sein Team startete sehr nervös in die erste Partie gegen Egloffstein. Die Feuchterinnen lagen zwar immer leicht in Führung, doch am ende kam es wie es kommen musste, der TSV sorgte mit zwei vermeidbaren Fehlern selber für den Satzverlust (23:25).

Das Bild setzte sich in der Folge leider fort, der TSV Feucht fand nie richtig zu seinem Spiel, Egloffstein hingegen fightete um jeden Ball. So gingen die langen Ballwechsel meist an die Gastgeberinnen. Am Ende stand eine deutliche Klatsche, Trainer Prus war nach dem Auftritt fassungslos: ,,Wir haben nie die richtige Einstellung zum Spiel gefunden. Für mich war es erschreckend zu sehen, dass wir vor Nervosität fast das Volleyballspeilen verlernt und jegliche Aggressivität vermissen lassen haben. Uns muss bewusst sein, dass wir gegen jeden mit 100% Einstellung ins Spiel gehen und uns jeden Punkt hart erarbeiten müssen, ansonsten wird es noch mehr Niederlagen hageln.“

Im Spiel gegen den SV Schwaig sollte dann der komplette Fehlstart vermieden werden. Der Druck war nach der deutlichen Niederlage groß und auch Schwaig wollte in seinem zweiten Spiel Wiedergutmachung. Zudem schöpften die Schwaiger Damen besondere Motivation weil sie gegen Ihren Ex-Trainer antraten. Der TSV begann dieses Mal allerdings sehr konzentriert und fand gut ins Spiel. Mitte des ersten Satzes konnte man sich ein wenig absetzen und entschied der ersten Durchgang mit 25:22 für sich. Den zweiten Satz dominierten die Feuchterinnen und gewannen diesen mit 25:19.

Den Sieg vor Augen überhörte das Team dann wohl die mahnenden Worte ihres Trainers, die Schwaigerinnen nicht mehr ins Spiel kommen zu lassen. Die Leistung und die Konzentration vielen deutlich ab, die Quittung war ein 10:18. Prus wechselte auf drei Positionen und dachte schon über die Startformation für den vierten Set nach, da ging ein Rück durch die Truppe, die mit dem Rücken zur Wand leidenschaftlich kämpfte.

Besonders Britta Linger überzeugte mit einer Aufschlagserie und einer überdurchschnittlichen Angriffsquote. Es folgte eine kleine Nervenschlacht mit Matchbällen auf Feuchter Seite und Satzbällen auf Schwaiger Seite. Ein glücklicher Netzrolleraufschlag entschied den Set dann zugunsten des TSV.

Der Mannschaft war die Erleichterung beim euphorischen Jubel anzumerken und auch dem Trainer war die Freude anzusehen: ,, Ich freue mich für die Mannschaft, die auf den Rückschlag im ersten Spiel eine tolle Reaktion gezeigt hatte und in manchen Phasen ihr wirkliches Können hat aufblitzen lassen.“

Bis zum nächsten Spieltag hat die Mannschaft nun fünf Wochen Zeit um an den Schwächen hart zu arbeiten.

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