Volleyball-Festtag in der Zeidlerhalle (Der Bote)

FEUCHT – Mit unterschiedlichen Erfolgen beendeten die Feuchter Volleyballteams ihre reguläre Saison. Während die Hoefer-Mädels trotz eines Wechselfehlers ihres Trainers zumindest sportlich zwei Siege einfahren konnten, verpassten die Rüdiger-Jungs bereits im ersten Match die kleine Restchance auf die Relegation durch eine Tiebreak-Niederlage gegen den Post SV, fanden aber mit dem abschließenden 3:1-Sieg gegen den TV Erlangen 3 einen versöhnlichen Abschluss.

Eine Sonderschicht haben sich die Wolfsteiner-Mädels verdient, die zwar zwei Niederlagen kassierten, aber dank einer starken Rückrunde noch in der Relegation um den Klassenerhalt kämpfen dürfen.

Die Hoefer-Mädels hatten sich nochmal viel vorgenommen. Für Hinspiel-Niederlagen gegen den TSV Iphofen und den TV Bad Windsheim stand noch eine Revanche an und die Aussicht, mit mindestens einem Sieg den dritten Platz fest zu machen, sorgten für das nötige Adrenalin. Und so ging die Truppe wieder vor einer tollen Kulisse in die Partie und überfuhr Iphofen fast zwei Sätze lang (25:11; 25:21). Dabei durfte noch einmal Kerstin Barth im Zuspiel Regie führen, eine klasse Leistung bevor sie ihre Volleyballschuhe nun endgültig an den Nagel hängen will. Dann kam allerdings etwas Sand ins Getriebe, es entwickelte sich gegen sich deutlich steigernde Iphofenerinnen ein richtig enges Spiel. Beim Stand von 21:22 musste Michaela Richter-Härtl nach einer Kollision durch einen ausnahmsweisen Spielerwechsel wegen Verletzung das Spielfeld verlassen – sie war bereits in dem Satz aus- und wieder eingewechselt worden und konnte somit nicht normal ersetzt werden. Der Satz ging in die Verlängerung, die Feuchterinnen holten sich sogar einen Matchball, doch es sollte noch nicht reichen (26:28).

Wechselfehler kostete den Satz

Im folgenden Durchgang brachte Hoefer Michaela Härtl-Richter wieder ins Spiel, da sie sich erholt hatte. Dieser Regelfehler ist dem Schiedsgericht aber erst beim Stand von 15:6 für die Gastgeberinnen aufgefallen. Nach einiger Konfusion wechselte Hoefer und seinem Team wurden alle Punkte aberkannt. Mit 0:6 ging es dann also weiter. Doch angetrieben vom immer lauter werdenden Publikum kämpfte sich das Team wieder heran, stellte sich aber in den entscheidenden Phasen durch Eigenfehler immer wieder selber ein Bein. Iphofen verdiente sich in dieser Spielphase auch den Satzausgleich (19:25).

Kapitänin Eva Kossack brüllt ihre Freude heraus! Fotos: kk

Es ging in den Tiebreak, die Fans schalteten noch einmal einen Gang hoch und die Truppe legte konzentriert und kämpferisch los. Die Mannschaft fand seine Sicherheit und ihren Biss wieder und fegte mit 15:6 über die Ziellinie.

Aber ob die Korrektur regeltechnisch in Ordnung war, konnte keiner in der Halle beantworten. So musste die Truppe davon ausgehen, dass sie vielleicht die Punkte noch am grünen Tisch verlieren könnte. Damit war die Devise für das Match gegen Bad Windsheim klar – es musste für den dritten Platz noch ein Sieg her.

Eva Kossack übernahm im Zuspiel, Regina Völkel und Steffi Birner bezogen zwei der drei Mittelblockerpositionen. Diese Formation machte seine Sache gut, es war einerseits ein Kampf gegen die müden Beine und Köpfe aus dem ersten Match und mit Bad Windsheim stand ein Gegner auf der anderen Netzseite, gegen den man sich jeden Punkt schwer erarbeiten muss. Es gibt keine zweite Mannschaft in der Liga, die derart gut in ihrem System spielt und damit eine sagenhafte Sicherheit und Abwehrstärke in ihrem Spiel hat.

Doch dieses Mal agierten auch die Feuchterinnen im letzten Saisonspiel mit ruhigem Kopf, geduldig und mit hoher Konzentration ging es in die Partie. Zwei Satzgewinne für den TSV konterte Bad Windsheim mit dem Anschlusssatz. Doch als es fast nur noch ein Kampf auf der letzten Rille war, konnte sich der TSV entscheidend absetzen und den Sack zumachen. Dank dem 3:1-Sieg beendete damit die Hoefer-Truppe ihre Aufstiegssaison mit einem starken dritten Tabellenplatz.

Kampfgeist war geweckt

An diesem Wochenende nicht so erfolgreich, aber dank einer starken Rückrunde mit der Chance auf den Klassenerhalt beschlossen die Wolfsteiner-Mädels ihre Aufstiegssaison. Gegen den Ersten und Zweiten der Kreisliga hingen die Trauben am Ende doch etwas zu hoch.

Es ging los mit dem Match gegen den ungeschlagenen Meister aus Allersberg. Zunächst verlief das Match wie man es hätte erwarten können. Der TSV Feucht kämpfte wacker und hielt zunächst gut mit, doch eine Aufschlagserie brachte im ersten Set die Entscheidung zugunsten der DJK. Doch die TSVlerinnen ließen sich nicht entmutigen und glichen mit einem überzeugenden Satz aus (25:15). Damit war der Kampfgeist geweckt, es fehlte ja nur noch ein Satzgewinn, um die drohende Relegation vermeiden zu können. Doch der dritte Durchgang, der gespickt war von langen Ballwechseln, ging am Ende knapp an den Favoriten (22:25) und auch der Vierte ging knapp verloren (20:25), obwohl Trainer Tobias Wolfsteiner seine Auszeiten perfekt setzte und jeweils im nächsten Ballwechsel einen Punkt für den TSV bekam. Aber man muss klar sagen, die Gastgeberinnen haben gut gespielt gegen den Ligaprimus, einzig es gab keinen Lohn.

Mit Schwung in die Relegation

Jetzt musste die Truppe eben versuchen, gegen den Zweiten TV Erlangen das Unmögliche möglich zu machen. Es lief zwar im ersten Set besser als gegen Allersberg, doch war Zählbares war für den TSV nicht zu erben (21:25). Und auch im folgenden Satz kämpfte die Truppe gut, für einen Satzgewinn reichte es aber erneut nicht. Dann brach der TSV völlig ein. Weder Auszeiten noch Spielerwechsel brachten die Nervosität aus dem Team. Über 1:10, 5:21 gingt der Set klar weg (6:25).

Da gleichzeitig die TSG Weisendorf keinen Sieg gegen die direkten Konkurrenten des TSV Feucht um die drohende Relegation landen konnte, heißt es für die Wolfsteiner-Mädels: So weitermachen, gut trainieren und den Schwung mit in die Relegation nehmen.

Zumindest einen Sieg konnten die Rüdiger-Männer einfahren. Nachdem das erste Spiel gegen den Post SV mit 2:3 verloren ging war auch die letzte kleine Chance auf die Relegation vergeben. Zumindest gegen den TV Erlangen gelang dann ein versöhnliches Ende mit einem 3:1-Sieg.

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